Mittwoch, 14. Mai 2008
Die Sterne verraten es Dir
Die Sonne fegt Staub übers Land,
Der Wind segnet den lichten Sand,
Das Wasser kühlt die hitzende Hand.
Glut zündelt im Herzensbrand!
Erhöre das Flehen im staubigen Land,
Vernimm die Wehen im fegenden Sand,
So reich mir Deine seidne Hand.
Zünde der ewge Bund!
Und tiefer wird von Stund zu Stund,
Und triefend keilt die Herzenswund,
Erlöse mich mit Deinem Mund.
Und nimm das Feuer von mir!
Hier kommen wir, dort gehen wir.
Woher, wohin, wo sind wir hier?
Wo schiert der Kern dieser Zier?
Und stillt die gellende Gier?
Wer wir waren, wer wir sind:
Windtaub,
Staubblind.
Frag die Sonne, frag den Mond,
Die Sterne verraten es Dir.