Montag, 1. November 2004
Gruß der Welt
Heute war
Ein Feiertag,
An dem das Essen
Dreimal lag:
Am Tisch noch Warm,
Dann kurz im Trakt
Von Magen/Darm
Und dann zerhackt
Und halb verdaut
Am Tische breit,
An Hemd und Haut.
Es war nun so,
So geht es los,
Ich frage mich,
Was ist das bloß:
Mir geht es schlecht,
Mein Magen rächt,
Mit üblem Gruß,
Den Pflaumenmuß.
Doch war im Bauch
Nicht Muß allein,
Der Gruß galt auch
Der Flasche Wein.
Dem Rindersteak
Und dem vom Schwein,
Dem Schokoshake,
Dem Hühnerbein.
Den Palatschinken,
Mit Jam serviert,
Dem Parmaschinken,
Mit Nudeln garniert.
Den Wienerwürstchen,
Den Frankfurter,
Den Krakower,
Den Chinesen,
Den Indern,
Den Arabern,
Den Amerikanern,
Kurz der ganzen Welt
Was ein Magen
Nur aushält
Jetzt bläht der Schoß,
Es drückt und drängt.
Was mir da bloß
Im Magen mengt.
Ich leg mich hin,
Ich leide not.
Ich glaub ich bin
Als nächstes tot.
Doch noch im stehen
Es war ein Ton,
Wie Rasenmähen,
Und Mendelssohn.
Der Magen sprach:
Gott segne Euch!
Und vor mir lag
Das ganze Zeug.